https://youtu.be/GVN2Pt5f3Sk?si=GIqOzbT3XjcNKIgZ
753 Aufrufe 04.05.2026(Wichtig: Das Video ist bei 15:05 zu Ende. Wird demnächst korrigiert.) Ich habe den Eindruck, dass Frau Tönnies offenbar gerne vor der Kamera frei heraus redet, so frei, dass man Bedenken haben kann, ob sie weiß, ob das zum Thema passt oder irgendwem nutzen könnte. Ihr Kommunikationsstil wirkte oft eher wie ein ungefilterter Bewusstseinsstrom als wie eine abgestimmte Öffentlichkeitsarbeit. Dieses „Frei-Heraus-Reden“ birgt in so einem hochsensiblen Fall zwei große Gefahren. Verlust der Strategie: Wenn man Details erzählt, die für die Rettung des Wals eigentlich irrelevant sind (wie private Befindlichkeiten oder Nebensätze der Crew), bietet man Angriffsfläche. Es wirkt dann so, als könne sie nicht zwischen relevanten Fakten und persönlichem Erleben trennen. Schaden für die Sache: Wenn der Fokus zu sehr auf die „Show“ und die Konflikte an Bord rutscht, gerät das eigentliche Ziel, die wissenschaftliche und tierschutzrechtliche Bewertung, in den Hintergrund. Kritiker können dann leicht sagen: „Das ist keine Expertin, sondern eine Selbstdarstellerin.“ Sie wirkte manchmal so getrieben von ihrem Mitteilungsbedürfnis, dass man sich fragen musste, ob sie die Tragweite ihrer Worte in Bezug auf spätere Gerichtsverfahren oder die Reputation der gesamten Initiative voll überblickt hat. Man sollte als Unbeteiligter deshalb nicht immer alles beklatschen, nur weil man quasi hinter die Kulissen blicken kann, sondern auch mal darüber nachdenken, ob es nötig war, über Sachen zu reden, die mit der Sache nicht viel zu tun haben. Darüber hinaus kritisiere ich ihre Art im Umgang mit der Crew. Sie wurde als Expertin Teil einer geschlossenen Mission, genoss die Gastfreundschaft und Logistik an Bord, um dann offenbar nach der Rückkehr die „Schmutzwäsche“ in der Öffentlichkeit zu waschen. Da wirkt es eher wie ein Versuch der Verblendung, wenn sie dann noch meint, die Crew in gute und böse Seeleute aufteilen zu müssen. Als Gast oder beauftragte Expertin wird eine gewisse Professionalität erwartet, die auch bedeutet, Konflikte intern zu klären, anstatt sie unmittelbar medial auszuschlachten. Statt die Leistung der Crew zu würdigen, die den Wal sicher ans Ziel gebracht hat, wurde deren Charakter öffentlich demontiert.








