Nieder-Elbe – Kein Platz für kreuzende Traditionssegler

Fahrwassertonnen im Bereich Stade, die per Google Earth zu erkennen sind, wenn nahe genug heranzoomt wird.

Die Kollision des Lostenschoners Elbe 5 in 2019 hat mich zu der Untersuchung veranlasst, ob es zu verantworten ist, dort mit behäbigen Traditionssglern am Fahrwasserrand gegen den Wind zu kreuzen.

Es ist zu erkennen, dass ausserhalb des Fahrwassers zu wenig Platz ist, um mit einem trägen Traditionsseglern gegen den Wind zu kreuzen.  Im Falle der Elbe 5 hat sich ja gezeigt, dass mehrere grosse Handelsschiffe entgegenkommen oder von hinten kommen können, so dass die Lücken zu klein sind, um einen Kreuzschlag zum gegenüberliegenden Ufer zu unternehmen.

Das Kreuzen gegen den Wind sollte man mit einem schwerfälligen Traditiossegler dort also tunlichst unterlassen, wenn man sich verantwortungsvoll verhalten will, statt das Leben anderer Menschen und auch sich selbst zu gefährden.

Hier segelte die Elbe 5 elbaufwärts.

Nur 80 m Abstand zwischen dem Buhnenkopf und der roten Fahrwassertonne.  Das ist entschieden zu wenig Platz, um mit einem Traditionssegler wie dem  Lotsenkutter Elbe 5  gegen den Wind zu kreuzen.

Elbe 5  Abmessungen: 37 x 6 x 3 m, 138 tdw

Bei 37 m Schiffslänge hat die Elbe 5 keine Chance ausserhalb des Fahrwassers zu kreuzen, wenn im Hauptfahrwasser reger Betrieb herrscht.

Nur 90 m Abstand besteht zwischen dem Fähranleger Lühe in Grünendeich und der grünen Fahrwassertonne.  Dort kann also kein Tradiditionssegler wie die Elbe 5 ausserhalb des Fahrwassers gegen den Wind elbaufwärts kreuzen. Selbst mit einem wendigen Finn-Dinghy fühlt man sich schon etwas bedrängt, wenn riesige Containerschiffe entgegenkommen oder auf der Überholspur sind.

Hier segeln wir gerade mit den Finn-Dingies – von der Marina Grünendeich aus – Richtung Hanskalbsand. Viel Platz war dort zwischen der Fahrwassertonne und dem Fähranleger Lühe  leider nicht.

 

P.S. Meinen Kommentar zum BSU-Zwischenbericht findet ihr hier,

 

© sailpics.de

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