„Das ist doch Quatsch: ich finde Wildschweine sind eher harmlos,…“

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Am 19.01.2021 erhielt ich die folgende eMail:

Ich finde es etwas naiv, aufgrund der Begegnung eines einzelnen Wildschweines die Aussage zu treffen, dass Wildschweine harmlos seien.

Wir kennen gute, aber auch böse Menschen. Bei den Wildschweinen ist dies ähnlich.. Manche sind an den Menschen gewöhnt, andere sind eher böse und angriffslustig.
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Gefährlich sind vor allem_
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  • Wildschweine, die bei den vielen Drückjagten angeschossen wurden und sich im Gegenzug an den Menschen rächen wollen.

 

  • Bachen, die ihre Nachkommen beschützen wollen,  wenn jemand in den Raum zwischen Bache und den Frischlingen eindringt

 

  • Rauschige Keiler mit Schaum vorm Maul,  die den Menschen als Konkurrenten ansehen und ihn daher unmittelbar angreifen.

 

Die Angriffe sind im übrigen durch etliche Berichte und Videos belegt.

Ursache der starken Vermehrung der Wildschweine sollen neben den Maisfeldern auch

Eicheln und Bucheckern sein.. Die starken Fruchtansätze bei Buchen und Eichen, insbesondere in den letzten Jahren, fördern die Fruchtbarkeit der Bachen und die Überlebensrate der Frischlinge. Schneearme und milde Winter reduzieren zudem die Wintersterblichkeit(7). Für diesen Zusammenhang spricht auch, dass nach dem langen und kalten Winter 2010/11 vielerorts von einem geringeren Schwarzwildaufkommen gesprochen wurde.

https://www.bauern.sh/themen/maisanbau.html

Die hohen Vermehrungsraten bis zu 300 % Jährlich, führen dazu, dass das Schwarzwild zwecks Nahrungssuche auch in die Städte eindringt. Es kommt zu häufigeren Kontakten zwischen Mensch und Wildschwein. Es wird viel mehr gejagt, mit der Folge, dass mit wesentlich mehr angeschossenen, gefährlichen  Wildschweinen gerechnet werden muss.

Fazit: Die Gefahren durch Wildschweine haben für den Menschen  stark zugenommen. Rauschige Keiler und Bachen mit ihren Jungen begegnen uns während des gesamten Jahres, da es aufgrund der guten Nahrungslage mehrmals im Jahr Nachwuchs gibt.

 

 

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Ein wilder 120 Kilo schwerer Keiler hat am Wochenende einen Rentner und seinen Hund bei einem Spaziergang schwer verletzt. Der Hund wurde durchbohrt und flog mehrere Meter durch die Luft. Dem 73-jährigen Rentner stieß der Eber seine Eckzähne in den Oberschenkel, bevor er wieder im Gebüsch verschwand. (04.09.2017)

Wildschweine randalieren in Kleinstadt Heide

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Ein Wildschwein griff am Morgen im Zentrum der Kleinstadt Heide in Schleswig-Holstein mehrere Menschen an. Auf den Bildern einer Überwachungskamera sieht man, wie dieser besondere Kunde ein Optikergeschäft stürmt: Dort verletzte das Wildschwein eine Seniorin und richtete erhebliche Schäden an. Nach dem Optikerbesuch trieb der etwa 70 Kilo schwere Keiler in einer naheliegenden Bankfiliale sein Unwesen. Kunden und Mitarbeiter versuchten, sich in Sicherheit zu bringen. Laut Polizei biss das Wildsc… LESEN SIE MEHR: http://de.euronews.com/2017/10/20/wil…
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Mehr Videos auf www.sat1regional.de Eigentlich sollte es ein schöner Spaziergang mit den Hunden im Wald werden, doch der Ausflug in der Nähe von Walsrode wurde zum Paniklauf. Kerstin Gensleitner und Iris Franz kriegten es nämlich mit angriffslustigen Wildschweinen zu tun.
Zweimal stürmte die Rotte auf die Spaziergängerinnen zu, sprang an ihnen hoch und ließ sich auch durch Schreie nicht vertreiben.
Voller Panik rief Kerstin Gensleitner sofort die Polizei, doch die Hilfe ließ auf sich warten. Eigentlich sind Wildschweine eher scheu und greifen nur an, wenn sie sich bedroht fühlen. Auch Kreisjägermeister Wolfgang von Wieding kann sich das Verhalten der Tiere nicht erklären. Kerstin Gensleitner und Iris Franz sind zwar noch einmal mit dem Schrecken davon gekommen – ihren Spaziergang wollen sie in Zukunft trotzdem lieber außerhalb des Waldes machen.

 

Kommentar:  Den Jäger muss ich leider korrigieren, denn ein Angriff eines rauschigen Keilers ist nicht ungewöhnlich, sondern eher die Regel, da er den Menschen als Konkurrenten ansieht.

 

Auf Usedom terrorisieren Wildschweine die Touristen

In diesem Video ist zu sehen, wie Wildschweine Urlauber in hohem Bogen aus den Strandburgen katapultieren.

Sie verfügen ja über eine äusserst stark ausgeprägte Nackenmuskulatur, mit der sie zwecks Nahrungssuche den Boden oder die Grassnabe aufreissen.  Mit den Hauern reissen die Keiler gerne auch die Innenseiten der menschlichen Oberschnekel auf.  Werden dabei Hauptschlagadern getroffen, kann dies schnell zum Tode führen.

Bei Drückjagden tragen Jäger und Treiber daher schnittfeste Hosen, wie sie auch bei Arbeiten mit den Sägeketten empfohlen werden.