Das Uphuser Meer bei Emden

Einige der besten deutschen Finnsegler kommen vom Uphuser Meer.

Ich selbst habe dort in den 50er Jahren das Segeln erlernt. Zu erreichen war das Meer nur über den Wasserweg, das Fehntjer Tief oder über verschlammte Feldwege.

Hier war unser Anlegeplatz.

Es gab keinen Segelverein, keine Restauration sondern nur ein paar Meerbuden. Später hatte der Fischer / Jäger  Endjer eine Baracke als Location zum Feiern eingerichtet. Alles war dort noch sehr ursprünglich, d.h. es gab auch keinen Strom. Wie mir Endjer berichtete, bildeten sich in strengen Wintertagen funkelnde Eiskristalle an der Decke seine Schlafraumes.

Wer – wie wir – auf dem Wasserweg kam, hatte eine schwergängige Klappbrücke zu betätigen. um das Meer zu erreichen. Dazu reichte das Gewicht eines Jugendlich kaum aus.

ca. 1958 – Unsere Kleine Wanderjolle, Mittel eines König-Seitenbordmotors erreichten wir das Meer in einer  3/4 Stunde über das Fehntjer Tief.  Im Hintergrund die Bauernhäuser der beiden Familien Endjer.

Nachts wurde man häufig von dem  Geballere Endjers  aufgeschreckt, wenn er mitten auf dem See auf Entenjagd ging. Zu diesem Zweck setzte er ein paar lebende Lockenten auf dem See aus, die mittels einer Leine mit einem Ankergewicht verbunden waren.

Infos über die bedenkliche Jagd mittels Lockenten finden sich hier

Heutzutage werden glücklichweiser dazu Nachbildungen aus Kunststoff eingesetzt.

Da Material für den Ausbau der A.31 benötigt wurde. ist der See dann ausgebaggert worden und eine befestigte Strasse zum See geschaffen worden

Damit waren dann die Voraussetzungen für die Gründung eine Segelvereines und die Durchführung von Segelregatten gegeben. Auch der Komiker Otto Waalkes, den ich aus meiner  Schulzeit kenne, hat dort übrigens ein Wochenendhaus erworben.